Quelle: DLG Weinguide 2011, Ausgezeichnete Jahrgänge und Winzer
Die besten Weinkollektionen

Der Weinjahrgang 2009 wird von vielen Experten als sehr gut eingestuft. „Selten haben wir so aromatische, kerngesunde  und vollreife Trauben gelesen, wie in diesem Jahr. Dieser Jahrgang wird als ganz großer in die Geschichte eingehen“, resümiert der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Norbert Weber. Die für die Reife der Trauben wichtigen Monate August und September zeigten sich sonnig und trocken. Gleichzeitig verfügten die Böden meist über eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit.

Abstriche mussten die Winzer im Hinblick auf die Erntemenge hinnehmen. Ein Kälteeinbruch während der Blütephase und trockenen Phase im Juli und August sind verantwortlich für die geringeren Erträge. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts liegt das Erntrergebnis 8,6 Prozent unter dem des insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse führten jedoch dazu, dass 53 Prozent der eingebrachten Trauben Prädikatsweinniveau haben. Weitere 43 Prozent des Leseguts waren für die Erzeugung von Qualitätsweinen geeignet.

„Der Jahrgang 2009 wird damit seinem Ruf als Spitzenjahrgang absolut gerecht. Er hat Weine mit einem außergewöhnlich guten Preis-Genuss-Verhältnis hervorgebracht und wird sowohl bezüglich der Mengen, als auch der Qualitäten als marktgerecht angesehen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Monika Reule im Rückblick.

Die Fachjury der Bundesweinprämierung teilt diese Einschätzung, auch im Hinblick auf die  sensorischen Qualitäten der vorgestellten Weine. Die Weißweine sind fruchtbetont, harmonisch und verfügen über eine ausbalanciertes Spiel von Säure und Süße. Unter den Roten finden sich kraftvolle und samtige Kreszenzen, die in jeder Hinsicht überzeugen.

Ein Spiegelbild für die Gesamtqualität der jeweiligen Jahrgänge ist ein besonderer Preis, den die DLG seit einigen Jahren verleiht. Zusätzlich zu der umfassenden Bewertung von über 4.700 Weinen. wählt die unabhängige Jury die fünf besten Weinkollektionen aus. Der Sonderpreis, „Beste Collectionen“ zeichnet jene Betriebe aus, die sich mit mindestens fünf zur Prüfung angestellten Weinen der einzelnen Kategorien qualifizieren konnten.

Weißwein trocken

Traditionelle Rebsorten spielen die Hauptrolle im Weingut Bastianshauser Hof im rheinhessischen Bechtheim-West. Mit Weißburgunder, Grauburgunder und Riesling zeigen Sebastian und Ralf Erbeldinger bei der diesjährigen Bundesweinprämierung absolute Stärke. Aus den Lagen Bechtheimer Heilig-Kreuz und Rosengarten stellen die beiden Spitzenwinzer zwei trockene Rieslinge in Spätlese- und Auslesequalität vor, die durch ihren rebsortentypischen Charakter überzeugen. Ebenfalls aus dem Heilig-Kreuz stammt ein Grauburgunder, der zusammen mit einer Weißburgunder Spätlese aus dem Pilgerpfad belegt, dass man hier die gesamte Bandbreite klassischer, deutscher Weißweinsorten beherrscht.

Das Weingut ist ein traditioneller Familienbetrieb, der zurzeit rund 19 Hektar Rebfläche bewirtschaftet. Die Familie konzentriert sich ganz auf den Wein, persönliche Beratung wird hier groß geschrieben. In der unlängst neu eingerichteten Vinothek des Gutes kann man sich im Rahmen einer Weinprobe von der Qualitätsarbeit der beiden Winzer überzeugen.

BESTE COLLECTION – WEISSWEINE TROCKEN
Weingut Bastianshauser Hof · Sebastian & Ralf Erbeldinger
2009 Bechtheimer Heilig-Kreuz, Riesling, Spätlese
2009 Bechtheimer Rosengarten, Riesling, Auslese
2009 Bechtheimer Pilgerpfad, Weißburgunder, Spätlese
2009 Bechtheimer Heilig-Kreuz, Grauburgunder, Spätlese
2009 Bechtheimer Heilig-Kreuz, Chardonnay, Qualitätswein




Quelle: Saarbrücker Zeitung, 28./29. August 2010

Weinschoppen, Flammkuchen und Strand

Schwarzrinder Seen – WeinstrandBesonderes Angebot an den „Schwarzrinder Seen“ bringt Urlaubsgefühle

Von SZ-Mitarbeiterin Ruth Solander

THAILEN. Ein Novum im Saarland ist der Wein-Strand an den „Schwarzrinder-Seen“ zwischen Nunkirchen und Thailen. Horst Krause und Edith Schullingen bieten den Gästen am Seeufer Weine und Flammkuchen an.

So mancher reibt sich verwundert die Augen, wenn er zwischen Thailen und Nunkirchen unterwegs ist. Denn in Höhe der „Schwarzrinder Seen“ ist ein Hinweisschild zum „Wein-Strand“. Ein Strand in der Gemeinde Weiskirchen? Da lohnt es sich auf jeden Fall einmal ganauer hinzuschauen, was es damit auf sich hat.

Horst Krause und Edith Schullingen hatten die pfiffige Idee dazu. Krause stammt aus Rhein-Hessen und kaufte 1999 die Anlage Schwarzrinder-See. Schon länger hattte er vor, auf dem Gelände etwas ganz Besonderes anzubieten.
Am Rheinufer in Rüdesheim entdeckten die beiden dann einen Verkaufsstand mit ähnlichem Namen. Sofort wurde daraus die Idee geboren, so etwas an den Schwarzwinder-Seen zu versuchen. „Der Strand sollte im Mittelpunkt stehen. Und wo könnte man das in der Gemeinde Weiskirchen besser verwirklichen als an einem See?“, erzählt Edith Schullingen. „Wein und Strand – das passt einfach zusammen. Zeit für sich haben und Entspannen an einem Ort, wo man sich wohl fühlt - das war unser Gedanke“, so Schullingen weiter. Verschiedene Liegestühle, teilweise überdachte Sitzgruppen, Bänke und Tische sowie ein Zelt mit Ausschank laden zum Verweilen ein. Der Genuss soll dabei nicht zu kurz kommen, denn die Inhaber bieten Weine aus verschiedenen Anbaugebieten, überwiegend Deutschland, an. Der Strand-Schoppen in weiß oder rot gehört beim Besuch einfach dazu. Wer nichts  Alkoholisches mag, kann sich auch die Saftschorle schmecken lassen. Zu den Getränken gibt es immer Knabbergebäck dazu. Im Steinofen, der aus Chile stammt, bereitet Krause Flammkuchen zu. Auf den Ausschank von Bier verzichten Krause und Schullingen bewusst.
Wer selbst grillen möchte, darf dies selbstverständlich tun. Das Grillgut können die Gäste mitbringen. Für die Getränke sind allerdings die Inhaber zuständig. „Bitte bedienen Sie sich selbst, denn keiner bedient Sie besser“ – das ist der Leitspruch der Besitzer. „Die Gäste können sich die Getränke selbst holen, wie sie möchten. Wir wollen nicht beim Entspannen oder Reden stören“, erklärt Edith Schulingen.

Mittlerweile kommen viele Wandergruppen vorbei. Auch Vereine oder Betriebe machen ihren Ausflug an den Wein-Strand. „Es hat sich so langsam herum gesprochen, dass es bei uns schön ist. Hier ist ein Ort, an dem man sich wohl fühlt. Deshalb empfielt man uns gerne weiter“, weiß Krause.
Von jung bis alt ist das Publikum. Für die Keinen ist eine Stranddüne hergerichtet. Mit Eimer und Schippe können die Kinder sich hier wie im Strandurlaub beschäftigen. Sonntags gibt es Ponyreiten und Kutschfahrten für Kinder. Drei Ponys und zwei Esel müssen dann ihren Dienst tun. Auch im so genannten „Donut“, das eine Bootszulassung hat, und in Deutschland hergestellt wird, können die Besucher vergnüglich Stunden an und auf der See verbringen. Im Innenteil befindet sich ein Kugelgrill und so ist es möglich, auf dem Wasser zu grillen.

Abends bietet der Wein-Strand bei dezenter Beleuchtung ein romantisches Ambiente. Wenn es kühl wird, werden Decken zur Verfügung gestellt. Ein Barfußweg hinunter zum Bach wurde vor kurzem angelegt. Es ist also für jeden etwas dabei. „Zu uns kommen nur Menschen, die gut gelaunt sind. Viele finden den Wein-Strand einfach unkompliziert“, sagt Edith Schullingen. „Wir haben in den letzten Monaten so viele nette Leute kennen gelernt. Für uns ist klar wir würden es in jedem Fall wieder tun!“, sind sich die Inhaber einig.





Quelle: Wormser Zeitung, 15. November 2006

„Classic Trophy“ für Top-Rotwein

Auszeichnung für Bechtheimer Winzer

woz. BECHTHEIM  Den Preis für den besten „Classic“-Rotwein erhielt jetzt das Weingut Bastianshauser Hof aus Buchheim für seinen „2003 Rheinhessen Classic, Dornfelder, Qualitätswein“. Dieser Ehrenpreis „Classic Trophy“ wurde im  Rahmen der Bundesweinprämierung 2006 der DLG vom Deutschen Weininstitut (DWI) vergeben.

„Classic Trophy” für Top-Rotwein

Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes und die Deutsche Weinkönigin Katja Schwerer überreichen im Rahmen der Bundesweinprämierung 2006 die Auszeichnung „Classic Trophy“ an Ralf und Ilke Erbeldinger (2. und 3. von links) vom Bechtheimer Weingut Bastianshauser Hof und an das Weingut Meyer. (Foto: privat)

Die Bundesweinprämierung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ist der führende Wettbewerb, der ausschließlich deutschen Weinen und Sekten vorbehalten ist. Strenge Prüfkriterien, eine eigens geschulte Fach-Jury aus Weinkennern aller deutschen Anbauregionen sowie Sommeliers, Wein-Journalisten und international erfahrenen Weinexperten machen die Bundesweinprämierung zum anspruchsvollsten Wettbewerb für deutsche Weine und Sekte. Alle DLG-prämierten Weine und Weinerzeuger sind im „DLG-Wein-Guide 2007“ veröffentlicht. Der Ratgeber für deutsche Weine ist im Buchhandel oder unter www.wein.de erhältlich.



Quelle: „essen & trinken“, September 2004
Best of Riesling: ein prickelnder Sieg

Best of Riesling: ein prickelnder Sieg„Mineralisch, cremig, ausgezeichnet", das Urteil unserer Jury bei Best of Riesling war eindeutig, als in der Endrunde der 2002 Riesling Brut, Sekt b.A. des Weinguts Bastianshauser Hof, Rheinhessen, zum Sieger gekürt wurde. Als Pate der in diesem Jahr neuen Kategorie VI (Sekt Brut und extra trocken) gratuliert „essen & trinken“ Ralf und Ilke Erbeldinger: Bravo! Der große Rieslingwettbewerb unter Schirmherr des rheinland-pfälzischen Ministers für Weinbau, Hans-Artur Bauchige, ist auch 2004 seinem Namen gerecht geworden.

Neben 49 Sekten waren 1363 Weine aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Frankreich, Kanada, Australien und Neuseeland dabei. Die Jury aus 114 Sommeliers, Ökologen, Winzern, Weinhändlern und Journalisten aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Groß-Britannien, Norwegen, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika und Deutschland wählte folgende Sieger: Kategorie I (trocken, leicht): 2003 Mühlheimer Sonnenberg QbA, Weingut Matthias Gaul, Pfalz; Kategorie II (trocken, gehaltvoll): 2003 Wachenheimer Königswingert, Spätlese, Weingut Emil Zimmermann, Pfalz; Kategorie III (halbtrocken, leicht): 2003 Ingelheimer Steinacker, Spätlese, Weingut Arndt F. Werner, Rheinhessen; Kategorie IV (lieblich): 2003 Norheimer Kafels, Auslese, Staatsweingut Bad Kreuznach, Nahe; Kategorie V (edelsüß): 2003 Erbacher Steinmorgen, Trockenbeerenauslese, Weingut Heinz Nicolai, Rheingau.

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